Mosaik-Schule (Anerkannte Tagesbildungsstätte)
Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Artikel 08. November 2016

Förderverein lädt ein Advents-Flohmarkt im Christophorus-Werk in Lingen



Lingen. In einem der Klassenräume der Mosaik-Schule in Lingen stehen auf den Tischen bereits jede Menge Kerzenständer, Weihnachtsdeko und andere Gegenstände, die die bevorstehende Weihnachtszeit optisch begleiten sollen. Und mittendrin Klaus Albers, Vorsitzender des Fördervereins, und seine Stellvertreterin Heike Hagemann. Alle Hände voll hat der Förderverein in diesen Tagen zu tun, denn bis zum Advents-Flohmarkt am Sonntag, 20. November, ist es nicht mehr weit.

Zwischen 11 und 17 Uhr findet der Flohmarkt im Speisesaal der Werkstatt des Christophorus-Werkes an der Hohenfeldstraße statt. Veranstalter ist der Förderverein der Mosaik-Schule. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 bemühen sich die inzwischen rund 50 Mitglieder, durch vielerlei Aktionen, Geld zu sammeln. Das dient für Anschaffungen im Schulbereich, für die das Geld im allgemeinen Etat mitunter nicht ausreicht oder zur Verfügung steht. Zum Beispiel für den Erwerb eines Bauwagens, den der Förderverein für den umgestalteten Pausenhof sponserte. Auch die nächsten Projekte sind bereits in Vorbereitung, wie Albers und Hagemann im Gespräch mit der Redaktion erläuterten. So möchte sich der Förderkreis an der Gestaltung eines eigenen Pausenhofes für die Abschlussklassen der Förderschule beteiligen. Außerdem möchte er eines von zwei interaktiven Whiteboards finanzieren, die das Christophorus-Werk nach Angaben von Albers anschaffen möchte. Die Kosten für den Förderverein bezifferte Albers auf 4500 Euro. Eine stolze Summe, „aber wir sind ja auch kein Sparverein“, unterstrich der Vorsitzende. Das Geld soll seinen und den Worten von Hagemann zufolge als Beitrag des Fördervereins für die Kinder und Jugendlichen der Mosaik-Schule ausgegeben werden.

Dazu dienen auch die Einnahmen aus dem Advents-Flohmarkt, die durch Standgeld, Kuchen- und Kaffeeverkauf etc. seitens des Fördervereins erzielt werden. Freie Tische für die Flohmarkt-Artikel gibt es nicht mehr. Neben Kuchen und belegten Brötchen gibt es auch Waffeln. Der Waffelteig werde seit vielen Jahren von der Bäckerei Fehren in Ramsel gespendet, freuten sich Albers und Hagemann über die Unterstützung.


400 Euro spendete die Nachbarschaft vom Quellenweg/Kiesberg an den Förderverein der Mosaik-Schule des Christophorus-Werkes in Lingen. Foto: Förderverein 

Nicht minder war die Freude des Fördervereins der Mosaik-Schule kürzlich über eine Spende aus der Nachbarschaft vom Quellenweg/Kiesberg. Beim „Rudelgucken“ während der Fußball-EM wurden der Erlös aus Getränke- und Würstchenverkauf sowie die Tippgelder gesammelt. 400 Euro kamen so zusammen, die die Nachbarschaft an Heike Hagemann vom Förderverein überreichte. „Uns ist es wichtig, dass soziale Vereine vor Ort unterstützt werden“, war die einheitliche Meinung der Nachbarschaft. Auch für 2018, wenn die Fußball-WM in Russland stattfindet, ist wieder eine solche Aktion geplant.

 


          Zwei Artikel von Thomas Pertz

 
 

Mehr als nur Gebasteltes


Vom Förderverein der Mosaik-Schule gespendet wurde auch dieser Bauwagen auf dem Pausenhof. Das Archivbild entstand bei der Übergabe. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. 500 Meter weiter und keiner weiß mehr, was hier alles gemacht wird, hat sich der Vater eines behinderten Kindes einmal geäußert, das beim Christophorus-Werk in Lingen betreut wird.

Die Meinung mag etwas überspitzt formuliert sein. Völlig abwegig ist sie aber nicht. Es drückt eine Wahrnehmung aus, die gar nicht mal böse gemeint ist.

Wer keine Angehörigen mit einem oder gar mehreren Handicaps hat, interessiert sich recht wenig dafür, was das Christophorus-Werk an der Hohenfeldstraße in Lingen, in anderen Gebieten der Stadt und im südlichen Emsland an Betreuungs-, Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen anzubieten hat.

Deshalb kann so ein Advents-Flohmarkt, zu dem der Förderverein der Mosaik-Schule am 20. November einlädt, auch mehr sein als nur ein Anlass, sich auf die Vorweihnachtszeit durch den Kauf von Bastelartikeln einzustimmen. Es gibt auch genug Gelegenheiten für ein Gespräch mit Eltern, Mitarbeitern des C-Werkes oder des Fördervereins. Die freuen sich über ein Interesse an dem, was an der Hohenfeldstraße gemacht wird, mindestens so sehr wie die Standbesitzer über den Verkauf ihrer Adventsartikel.