Mosaik-Schule (Anerkannte Tagesbildungsstätte)
Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Bauwagen für die Mosaik-Schule

Ein eigener Buddeltrupp

Bauwagen für den Pausenhof der Mosaik-Schule Lingen  

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Die Schüler der Mosaik-Schule Lingen freuen sich über ihren neuen Bauwagen auf dem Pausenhof, der vom Förderverein gespendet wurde. Foto: Jessica Lehbrink



 

jleh Lingen. Nach und nach erneuert sich der Spielplatz der Mosaik-Schule vom Christophorus-Werk in Lingen. Nun zählt auch ein Bauwagen zu den Spielgeräten auf dem umgestalteten Pausenhof. Gesponsert hat den Bauwagen der schuleigene Förderverein.

Die Kinder der Mosaik-Schule versammeln sich gespannt auf ihrem Pausenhof: Alle warten sie auf die Einweihung ihres neuen Spielgerätes: einen Bauwagen. Den offiziellen Scherenschnitt für die Einweihung führt Klaus Albers, der Vorsitzender des schuleigenen Fördervereins durch.

Den Kindern einen Bauwagen auf dem Pausenhof zu ermöglichen, war jedoch ein gar nicht so einfaches Unterfangen, berichtet Albers: „Wir haben erst einmal im Umkreis gefragt, aber Bauwagen sind scheinbar noch sehr gefragt.“ Deshalb sei es schwer gewesen, einen Bauwagen im moderaten Zustand und für einen angemessenen Preis zu bekommen. „Nach einiger Internetrecherche haben wir den jetzigen Bauwagen, Baujahr 2004, für einen annehmbaren Preis gefunden.“

Es habe danach durchaus seine Zeit gebraucht, den Bauwagen benutzerfertig zu gestalten. Schließlich gilt es bei den Kindern der Mosaik-Schule auch zu beachten, dass der Bauwagen für Rollstuhlfahrer barrierefrei ist . Dabei mussten für die Kinder mit körperlichen und geistigen Handicaps hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden, beispielsweise das Vermeiden von losen Teilen und Stolperfallen.

Die stellvertretende Schulleiterin Claudia Dröge hält die neue Anschaffung für sinnvoll: „Die Kinder haben damit auch einen Sitzplatz, um Pause machen zu können.“ Der Bauwagen bietet den Schülern durchaus Möglichkeiten zum Spielen und Entspannen: ein großer Tisch und zwei lange gepolsterte Sitzbänke mit Stauraum für kleinere Spielgeräte sind vorhanden.

Doch dies sind nicht irgendwelche Spielgeräte: Schippen, Handschuhe und vieles mehr sind vorhanden, um im „Schulgarten“ fleißig zu werden. Vor allem eine ganz bestimmte Gruppe von sehr aktiven Jungs, die sich „Der Buddeltrupp“ nennen, hat sich für den Bauwagen eingesetzt.

„Natürlich sind zu Anfang alle Kinder neugierig auf den Bauwagen und wollen darin spielen, aber letztendlich nutzt ihn wahrscheinlich eher „Der Buddeltrupp“, erläutert Dröge. Es sei einfach toll, dass die Schüler, auch in kreativer Hinsicht, so viel Interesse daran hätten, in der Natur zu spielen und zu arbeiten.

So äußert einer der Buddeltrupp-Mitglieder bereits den Wunsch, später als Gärtner zu arbeiten. Der „Buddeltrupp“ hat bisher sogar aktiv bei der Gestaltung des Pausenhofs mitgeholfen. Die Jungen gestalteten eine Sitzecke, bei der sie nicht nur tüchtig gebuddelt, sondern auch selbst gepflastert haben. Die jungen Buddler freuen sich wohl nun mit am meisten über den neuen Bauwagen und haben schon ganz bestimmte Vorstellungen: „Wir hätten hier drinnen vielleicht noch gerne einen Wecker, falls wir einmal die Pausenglocke überhören, und ein Regal“, wünscht sich der 14-jährige David Richter.

Es gibt aber auch Regeln, welche die Schüler mit der Anschaffung des neuen Spielgeräts einhalten müssen: „Wir dürfen nicht auf den Tisch springen, nicht schreien, nicht mit den Füßen auf die Sitzbänke und wir müssen immer daran denken, die Tür zu schließen“, erklärt der 13-jährige Jannik Butzkies. „Der Buddeltrupp“ ist es auch, dem die Aufgabe zuteil wird, auf die Einhaltung der Regeln im neuen Bauwagen zu achten.

Im kommenden Frühjahr soll dann besprochen werden, wie sich der Bauwagen kreativ verschönern und gestalten lässt. Die älteren Schüler der Abschlussklassen sollen sich dabei um die äußere Fassade, die Jüngeren um die Innengestaltung kümmern. So viel steht fest: Die Schüler werden mit ihrem neuen Speilgerät noch eine Menge Spaß haben.