Mosaik-Schule (Anerkannte Tagesbildungsstätte)
Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Spende des Fördervereins

Spende des Fördervereins Elektronische Tafeln in der Lingener Mosaik-Schule

Zwei elektronische Schultafeln, sogenannte „Activboards“, ergänzen den Unterricht in der Mosaik-Schule in Lingen. Darüber freuen sich (von links) Hermann Kiepe sowie Heike Hagemann und Klaus Albers vom Förderkreis. Foto: Thomas PertzZwei elektronische Schultafeln, sogenannte „Activboards“, ergänzen den Unterricht in der Mosaik-Schule in Lingen. Darüber freuen sich (von links) Hermann Kiepe sowie Heike Hagemann und Klaus Albers vom Förderkreis. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Seit Anfang 2017 setzt die Mosaik-Schule des Christophorus-Werkes in Lingen zwei elektronische Tafeln, sogenannte „Activboards“, im Unterricht ein. Die bislang gesammelten Erfahrungen damit sind positiv.

Darauf wiesen der Leiter der Mosaik-Schule, Hermann Kiepe, seine Kollegin Ramona Münker sowie der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Albers und seine Stellvertreterin Heike Hagemann in einem Gespräch mit der Redaktion hin. Eines der beiden Boards hatte der Förderverein angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf rund 5000 Euro. Die Mosaik-Schule ist eine Förderschule des Christophorus-Werks mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Ramona Münker verwies auf eine ganze Reihe von Unterrichtsmaterialien in Deutsch, Sachkunde und Mathematik, die interaktiv für den Einsatz von Activboards an Förderschulen aufbereitet worden sind. Die Erzieherin mit unterrichtlicher Zusatzqualifikation in der Mosaik-Schule machte dies am Beispiel einer Getreidepflanze deutlich. Nach zweimaligem Tippen mit dem Zeigefinger, analog zum doppelten Mausklick am Computer, wird eine Getreidepflanze auf dem Board sichtbar. Wo genau sich nun Halm, Ähre und Grannen befinden, lässt sich durch ein Ziehen der einzelnen Bestandteile mit dem Finger an die jeweilige freie Stelle der Pflanze feststellen.

Erfahrungen sind positiv

„Bei diesem Lernen mit Bewegung bleibt mehr hängen“, hat Münker bei den Schülern beobachtet. Auch würde der Einsatz solcher Unterrichtstechniken die Bereitschaft stärken, sich gegenseitig zu unterstützen. „Die ersten Erfahrungen, die wir gesammelt haben, sind toll“, zog Kiepe ein Zwischenfazit beim Einsatz der Boards. Er dankte in diesem Zusammenhang dem Förderverein für dessen großen Einsatz in der Mosaik-Schule. „5000 Euro, das ist eine Hammersumme“, betonte Kiepe. Anfangs sei durchaus eine gewisse Skepsis da gewesen, was den Einsatz der elektronischen Schultafeln anbelange. Diese Skepsis ist aber seinen Worten zufolge angesichts der festgestellten positiven Effekte verflogen.

Flohmarkt am 26. November

Das Geld, das der Förderverein der Mosaik-Schule für solche Anschaffungen wie das „Activboard“ sammelt, kommt durch verschiedene Aktionen des 2012 gegründeten Vereins zustande. Die nächste findet am 26. November statt. An jenem Sonntag lädt die Mosaik-Schule zum traditionellen Flohmarkt ein, bei dem es der Jahreszeit entsprechend bereits vorweihnachtlich zugehen wird.

In den nächsten Tagen und Wochen wird deshalb in der Mosaik-Schule wieder viel gebastelt und gewerkelt. „Wir haben bereits wieder viele Voranmeldungen für den Flohmarkt“, freuten sich Heike Hagemann und Klaus Albers über die gute Resonanz.

 Ein Bild von Thomas Pertz  Ein Artikel von Thomas Pertz


ELEKTRONISCHE TAFELN IN MOSAIK-SCHULE

Bereicherung für den Unterricht

 


Lingen. Der Einsatz von elektronischen Schultafeln kann den Unterricht bereichern, egal in welcher Schulform, meint der Kommentator.

Eine Schultafel mit Internetzugang fürs Lernen im multimedialen Zeitalter – in einer Schule mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen? Wer so fragt, weiß nichts über die Leistungspotenziale auch von Menschen mit Handicaps – und er weiß ebenfalls nichts darüber, dass die Entdeckung solcher Potenziale eine zentrale Bildungsaufgabe ist, die niemanden ausgrenzen darf. Inklusion lässt grüßen.

Die positiven Erfahrungen in der Mosaik-Schule zeigen, dass der Einsatz von „Activboards“ die Wissensvermittlung auch in Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ erleichtert und bereichert. Er trägt außerdem durch so erzielte Lernerfolge zur Persönlichkeitsentfaltung bei.

Wobei die Technik allein noch keinen guten Unterricht ausmacht, weder in der Mosaik-Schule noch an anderen Schulformen. Entscheidend ist die Bereitschaft im Kollegium, so eine „mitdenkende“ Schultafel dort, wo es sinnvoll ist, einzusetzen. Da ist es gut, dass es solche Multiplikatoren wie Ramona Münker gibt, die in der Mosaik-Schule für die Verwendung des Boards wirbt. Und dass ein Förderverein da ist, der solche Anschaffungen ermöglicht.

Ein Bild von Thomas Pertz Kommentar von Thomas Pertz